Schnelles Lesen – Was ist das?

Lesen ist die Grundlage des Lernprozesses.

Nach wie vor gilt Lesen als die hauptsächliche Methode, mit der wir unser Wissen aufnehmen. Daran hat selbst die Einführung des Internets wenig geändert, denn auch im Netz werden die meisten Informationen als Text dargestellt.

Die meisten Menschen haben das Arbeiten an ihren Lesefertigkeiten mit der Grundschule beendet. Dies hat zur Folge, dass die Mehrzahl der Menschen die Lesefähigkeiten eines zehnjährigen Kindes besitzen, obwohl das Gehirn sehr viel mehr leisten könnte. Lesegeschwindigkeit und Verständnis bewegen sich auf einem relativ niedrigen Niveau. Den meisten Leuten ist diese Tatsache jedoch nicht bewusst, da ja schließlich „alle“ so langsam lesen.

Langjährige Forschungen zeigen, dass der Großteil der Menschen mit einem Tempo von 150 bis 250 Wörter pro Minute liest. Wir wissen aber heute, dass dies nicht der „natürlichen“ Lesegeschwindigkeit entspricht, die bei ca. 800 bis 1000 Wörtern pro Minute beträgt und damit deutlich höher liegt. Diese natürliche Lesegeschwindigkeit lässt sich durch entsprechendes Training erreichen. Einfache Übungen eliminieren konsequent die Lesefehler und steigern zudem Konzentrations- und Merkfähigkeit.

Als häufigste Fehler beim Lesen gelten:

  • Wort für Wort lesen
  • Fehlende Lesehilfe
  • Subvokalisieren (innere Mitsprechen des gelesenen Textes)
  • Regression (Zurückspringen im Text)
  • Mangelnde Konzentration
  • Falsche Pauseneinteilung

Wir sollen:

  • Sehweite verbessern
  • Mit einer Lesehilfe lesen
  • Das photographische Gedächtnis trainieren
  • Subvokalisation und Regression eliminieren
  • Fixierzeit verkürzen
  • sowie die Kunst der Konzentration erlernen

Allerdings ist allein die Fähigkeit des schnellen Lesens noch nicht ausreichend. Das Gelesene muss ja auch aufgenommen, verarbeitet und im Gedächtnis verankert werden. Ein perfekter Schnelllesekurs muss daher von mentalem Training sowie der Vermittlung von Konzentrations- und Merktechniken abgerundet werden. Zudem wird das fotografische Gedächtnis zur besseren Informationsaufnahme besser ausgebildet.

„Der Geist ist wie ein Fallschirm: Er kann nur funktionieren, wenn er offen ist“.
Thomas R. Dewar.